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Archiv für die Kategorie „Laizismus“

Von den teils kuriosen Erfahrungen einiger, die auszogen und ihre Gottlosigkeit glücklich kundtan 😉 Oder auch: Wenn zwei (Gläubige und Ungläubige) das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.

Man stelle sich vor, irgendwo in einem Dorf oder einer Stadt macht ein christlicher Buchladen auf, bietet Lesungen, Filmabende, Diskussionen, schreibt groß ins Schaufenster „Gott liebt auch dich!“ oder „Jesus ist auch für dich gestorben!“ … Wayne? Genau, niemand stört sich daran, gibt es in unzähligen Städten, auch hier um die Ecke. Keine Drohungen bzw. Drohanrufe, keine Abmahnungen, weil Atheisten sich in ihren Gefühlen beleidigt fühlen…

Und nun der andere Fall: Da schreiben Menschen an ihren Laden „Gottlos glücklich“, bieten Filmabende etc. und? Die Republik steht Kopf! 😉 Drohanrufe, Abmahnung, aber auch viel Sympathie und viel Schönes! 😉 Und die Botschaft schafft es sogar in die Kirche! 😉

Glaubt ihr nicht? Hier geht’s lang zum Erlebnisbericht -> Götterdämmerung in Düsseldorf

Mit einer bemerkenswerten Mehrheit hat sich das Europäische Parlament in einer Resolution für die Trennung von Religion und Staat und für die Aufhebung aller „Blasphemie“-Verbote ausgesprochen. Gegen die Annahme des Forderungskatalogs zur Verwirklichung von Grundrechten stimmten vor allem Christdemokraten, Nationalkonservative und EU-Skeptiker.

Hier weiterlesen: EU-Parlament: Resolution fordert Gleichbehandlung nichtreligiöser Menschen

Carsten FrerkAm 11. Februar 2014 um 20 Uhr lädt das Linke Forum Paderborn in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung NRW in die Cafeteria der Kulturwerkstatt Paderborn zum Vortrag mit anschließender Diskussion mit Dr. Carsten Frerk ein: „Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert“

Carsten Frerk ist der Fachmann auf dem Gebiet Kirchenfinanzen und staatliche Alimentierung der Kirchen. U.a. hat er dazu die Bücher „Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland“, „Caritas und Diakonie in Deutschland“ und „Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert“ veröffentlicht.

Aus der Einladung:

Im Sommer 2010 berichteten die Medien, dass die katholischen Bischöfe in Deutschland „Dotationen“ erhalten, also direkt vom Staat bezahlt werden, und die Begründung dafür sich vor zweihundert Jahren abgespielt haben soll. Im Jahr 2009 waren das 442 Millionen Euro, die die Bundesländer aus Steuergeldern als „Personalzuschüsse“ an die Kirchen überwiesen. Dies war weitestgehend unbekannt.

Die Kirchen gehören zur Kultur in Deutschland und die ist Ländersache. Bildung ist ebenso Ländersache und so werden die akademischen Nachwuchskräfte der beiden Kirchen an den Theologischen Fakultäten der Universitäten und an Hochschulen ausgebildet. Für die Kirchen kostenlos, denn der Steuerzahler finanziert die dafür notwendigen 650 Millionen Euro.

Der konfessionell gebundene christliche Religionsunterricht hat Verfassungsrang als ordentliches Schulfach und wird auch entsprechend staatlich finanziert – schließlich ist es ja ein staatlicher Unterricht, auch wenn die Kirchen inhaltlich bestimmen, was im Sinn und Auftrag der Kirche dort unterrichtet wird. Jährlich 1,4 Milliarden Euro lässt sich das der Staat kosten.

Zunehmend wird in der öffentlichen Meinung gefragt: Soll diese Verflechtung von Staat und Kirche bleiben?

 

Wir, von der Regionalgruppe OWL der Giordano Bruno Stiftung, werden uns, statt wie regulär im Reiseladen, diesmal hier beim Vortrag in der Kulturwerkstatt treffen!

 

Mehr Infos zur Veranstaltung:

Weiterführendes:

Siehe auch:

 


(Bildquelle: Linkes Forum Paderborn)

Auf seine neue deutsche Website: http://de.richarddawkins.net/

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Bücher von Richard Dawkins:

      

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Schluss mit religiös begründeter Diskriminierung an öffentlichen Schulen in NRW!

Sogenannte „Bekenntnisschulen“ sind katholische oder evangelische Schulen (in NRW und Niedersachsen), die zwar aus öffentlichen Geldern finanziert werden, die aber trotzdem nur Kinder ihrer Konfession aufzunehmen brauchen und diese zum Religionsunterricht und Gottesdienst verpflichten können. Das heißt, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus, Nichtreligiöse etc. müssen diese Schulen zwar finanzieren, aber ihre Kinder sind dort nicht erwünscht, zumindest nicht, wenn sie nicht am Religionsunterricht und Gottesdienst teilnehmen wollen. Da es Städte und Gemeinden gibt, wo es ganz überwiegend bis nur solche Bekenntnisschulen gibt, werden Kinder aus ihrem Freundesverband gerissen und gezwungen, weite Wege auf sich zu nehmen.

In Paderborn, wo 15 von 23 städtischen Schulen solche Bekenntnisschulen sind, wird einem Jungen (von der Wohnung aus sind die sechs nächst gelegenen Schulen alle Bekenntnisschulen)  aktuell die Aufnahme in eine katholische Bekenntnisschule verweigert, da seine Eltern nicht bereit sind zu unterschreiben, dass ihr Sohn am katholischen Religionsunterricht teilnehmen muss. Und dies, obwohl die Abmeldung vom Religionsunterricht an öffentlichen Schulen grundgesetzlich garantiert ist!

So kommt auch Dr. Thomas Langner in einem Artikel für die Juristenzeitschrift Legal Tribune online zu dem Schluss, dass kommunale Bekenntnisschulen

„grundsätzlich den gleichen Aufnahmebedingungen unterliegen wie die Gemeinschaftsschulen. […] Nach alledem stellt sich die Rechtslage im Fall der Bonifatius Schule eindeutig dar. Da sie in öffentlicher Trägerschaft betrieben wird, darf sie die Teilnahme an Religionsunterricht und Gottesdienst nicht zur zwingenden Aufnahmebedingung machen.“

Dennoch wurde der Eilantrag der Eltern an das Verwaltungsgericht, wonach das Kind vorläufig in der Schule Aufnahme finden sollte, am 30.8.2013 abgelehnt.

Per Petition wird nun gefordert: Bülent soll mit seinen Freunden auf die Grundschule in seiner Nachbarschaft gehen dürfen!
 

Mehr Informationen: