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15. Novemer 2016
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Achtung! Treffen um 20:00 in der Kulturwerkstatt Paderborn zum Vortrag von Dr. Carsten Frerk!
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Archiv für die Kategorie „Laizismus“

VeranstaltungsplakatChristlicher Lobbyismus – eine Annäherung

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Carsten Frerk (Berlin)

Dienstag, 15. November 2016 um 20:00 Uhr

 

Kulturwerkstatt, Cafeteria
Bahnhofstraße 64, Paderborn

 

(Achtung: Das monatliche Treffen der gbsOWL im Reiseladen fällt an diesem Tag aus, wir treffen uns zum Vortrag in der Kulturwerkstatt!)

 

Linkes Forum Paderborn in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung NRW und der der Regionalgruppe OWL der Giordano Bruno Stiftung

 

Der u.a. durch sein „Violettbuch Kirchenfinanzen“ bekannt gewordene Publizist und säkulare Humanist Carsten Frerk beschreibt in seiner jüngsten Buchveröffentlichung, wie die Kirchen in Deutschland systematisch Einfluss auf die Politik nehmen. Dabei zeigt sich, dass katholische und evangelische Stellen in einer Weise in Gesetzgebungsverfahren eingebunden sind wie keine zweite zivilgesellschaftliche Kraft.

Mit Videoclips, animierten Dokumentationen, Kirchen- und Kinderliedern u.a.m.

 

Download Veranstaltungsplakat (PDF): Hier klicken!

 

Podiumsdiskussion mit Mina Ahadi in Bielefeld

Vielen geht die Trennung von religiösen Gemeinschaften und Staat, von Politik und Religion in der Bundesrepublik nicht weit genug – sie fordern strikte Laizität. Andere sehen die Verflechtungen zwischen Politik und Religion als positive Bereicherung an, auf die auch ein säkularer Staat nicht verzichten sollte. Während die einen Religion als Bedrohung für den Frieden in unserer Gesellschaft einschätzen, betonen die anderen ihr soziales Kapital. Dieses hochaktuelle Thema ist Gegenstand des diesjährigen „Philosophischen Aschermittwochs“.

Folgende Gäste nehmen an der Podiumsdiskussion teil:

  • Mina Ahadi (Vorstand des Zentralrats der Ex-Muslime, Stipendiatin der Giordano-Bruno-Stiftung)
  • Prof. Dr. Johannes Hellermann (Öffentliches Recht, Bielefeld)
  • Prof. Dr. Wolfgang Reinbold (Rat der Religionen, Hannover)
  • Jun. Prof. Dr. Michaela Rehm (Philosophie, Bielefeld)
  • Moderation: Dr. Manuela Lenzen (ZiF)

ZiF (Veranstaltungsort)
 

 
Der Eintritt ist frei!
 

 

Hier herunterzuladen bzw. zu bestellen: http://www.glaeserne-waende.de/

 

Rund 25 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, knapp ein Drittel der Bevölkerung, gehören keiner Konfession an. Die große Mehrheit von ihnen ist nicht religiös. In den Großstädten – in den alten wie in den neuen Bundesländern – ist ihr Anteil regelmäßig erheblich höher. Doch wer nicht Mitglied in einer Kirche oder anderen traditionellen religiösen Glaubensgemeinschaft ist, hat oftmals die schlechteren Karten: auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, in der Politik, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung. […]

Um das Wissen über die vielfältigen und teils gravierenden Formen der Diskriminierung nichtgläubiger Menschen zu verbessern, ist der Bericht Gläserne Wände entstanden. Die kompakte Broschüre beschreibt auf knapp 100 Seiten, in welchen Bereichen Bürgerinnen und Bürger ohne religiöses Bekenntnis benachteiligt werden und verweist auf aktuelle Konfliktfelder. Zusätzlich erläutert der Bericht politische und rechtliche Hintergründe des Status quo und nennt Fallbeispiele. Ergänzt werden die Darstellungen durch Vorschläge, wie die Politik Benachteiligungen abbauen könnte.

 

Stadtrat von Münster lehnt Antrag auf Bezuschussung des Katholikentags 2018 ab

(Pressemitteilung der Giordano-Bruno-Stiftung)

Erstmals in der Geschichte des Katholikentags verweigert eine Stadt die beantragte Millionen-Subvention: Der Münsteraner Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Antrag der Veranstalter auf Gewährung eines Barzuschusses in Höhe von 1,2 Mio. EUR abgelehnt. Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“, die von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) initiiert und vor Ort insbesondere vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) unterstützt wurde.

Die Aktiven vom „11. Gebot“ hatten im November vergangenen Jahres drei Tage lang in der Innenstadt Münsters auf die verfassungswidrige Praxis der öffentlichen Förderung von Kirchentagen hingewiesen. Die knapp drei Meter hohe Moses-Skulptur mit einer „Steintafel“, auf der das 11. Gebot „Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ verkündet wird, fand enormen Zuspruch unter den Münsteranern. An die Bürger wurden Postkarten mit dem „11. Gebot“ verteilt, um die damals noch schwankenden Fraktionen von SPD und Grünen an die Trennung von Staat und Kirche zu erinnern.

„Es ist unglaublich: Unsere Aktion trat vor noch nicht einmal 12 Monaten zum ersten Mal im Mai 2014 beim Katholikentag in Regensburg auf und nun haben wir eine Diskussion entfacht, die zu einem Politikwechsel führte!“, kommentierte David Farago, gbs-Regionalgruppensprecher und Initiator der Kunstaktion „11. Gebot“, die jüngste Entwicklung.

Daniela Wakonigg, Münsters Regionalbeauftragte des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) e.V., ergänzte: „Jetzt gilt es, die angeforderten Vorschläge der Stadtverwaltung zur Unterstützung des Katholikentags mit Sachleistungen genau zu analysieren – denn auch Sachleistungen können eine unzulässige Privilegierung im Vergleich zu nicht-konfessionellen Veranstaltungen bedeuten.“

Während die Grünen sich Sachleistungen und Rabattierungen durch die Stadt nur soweit vorstellen können, wie diese auch anderen Großveranstaltungen gewährt werden, will die SPD viele Dienstleistungen kostenfrei zur Verfügung stellen, darunter die Überlassung von Schulen und auch der Halle Münsterland. Dies allein entspräche bereits einer Förderung in Höhe von 400.000,- EUR. Andere Veranstalter müssen diese Finanzmittel selbst aufbringen.

Mit Spannung erwarten die Aktiven vom „11. Gebot“ auch die Entscheidung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Bei dieser haben die Katholikentagsveranstalter ebenfalls einen Barzuschuss beantragt. 1,6 Mio. EUR soll das hoch verschuldete Bundesland zahlen. Ursprünglich wollte das Kabinett darüber am Dienstag beraten. Aufgrund des Flugzeugabsturzes wurde die Sitzung jedoch vertagt.

Maximilian Steinhaus (gbs Jena), Sprecher der Aktionsgruppe „11. Gebot“ merkte an: „Gegenüber dem hoch verschuldeten Land lässt sich der Subventionsantrag noch viel weniger rechtfertigen als gegenüber der Stadt – und wenn nicht einmal die Stadt einen Barzuschuss gibt, sollte eine rot-grüne Landesregierung den gleichen Mut beweisen wie ihre Fraktionen vor Ort in Münster.“

 

Weitere Informationen zur Kunstaktion sowie zur Finanzierung der Kirchentage in Deutschland finden Sie auf der Aktionswebsite: www.11tes-gebot.de

 

Giordano-Bruno-Stiftung ruft zur Stärkung der Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit auf

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Petition zur Streichung des sogenannten „Gotteslästerungsparagraphen“ 166 StGB auf seiner Internetseite veröffentlicht. Der Paragraph bedroht Künstlerinnen und Künstler mit Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren, wenn sie in ihren Werken religiöse oder weltanschauliche Bekenntnisse in einer Weise „beschimpfen“, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu gefährden. Die Petition kann ab sofort unterzeichnet werden. Die Zeichnungsfrist endet am 17. Februar.

Der deutsche Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Michael Schmidt-Salomon hat die Petition bereits am 8. Januar als Reaktion auf den Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ eingereicht. „Ich denke, dass der Gesetzgeber in der gegenwärtigen Situation unmissverständlich klarstellen muss, dass er die Freiheit der Kunst höher gewichtet als die verletzten Gefühle religiöser Fanatiker“, erklärte Schmidt-Salomon dazu am Dienstag am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel. „Man muss sich vergegenwärtigen, dass nach deutschem Gesetz die Satiriker von Charlie Hebdo hätten verurteilt werden können, weil ihre Zeichnungen Fundamentalisten dazu animierten, Terrorakte zu begehen. Eine solche Umkehrung des Täter-Opfer-Verhältnisses dürfte es in einem modernen Rechtsstaat nicht geben! Daher haben alle ‚Charlie Hebdo‘- Solidaritätsbekundungen der Kanzlerin einen faden Beigeschmack, solange § 166 StGB weiterbesteht.“

In seiner Stellungnahme wies Schmidt-Salomon darauf hin, dass sich die deutsche Politik an der Seite der Vereinten Nationen schon seit Jahren dafür einsetze, Blasphemie-Gesetze in anderen Ländern abzuschaffen: „Diese Forderung wäre weit glaubwürdiger, wenn Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und § 166 StGB ersatzlos streichen würde.“

… weiterlesen bei der Giordano-Bruno Stiftung.

 

Die Petition kann auch direkt online auf der Internetseite des Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags gezeichnet werden:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html

 

Da mindestens 50.000 Unterschriften für eine öffentliche Beratung im Petitionsausschuss benötigt werden, freuen wir uns, wenn Sie möglichst viele Menschen auf diese Petition aufmerksam machen! Danke! 🙂