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Archiv für die Kategorie „Kirche“

Wir möchten Sie ganz herzlich zu dieser Veranstaltung einladen, die wir in Kooperation mit dem Linken Forum Paderborn durchführen.
Wann? Mittwoch, 9. Dezember, 19:30 Uhr
Wo? Kulturwerkstatt Paderborn (Cafete), Bahnhofstr. 64, Paderborn

Der Eintritt ist frei.

 

Die Theologie steht an Universitäten unter Denkmalschutz. Und wenig hilfreich scheinen auch die Beiträge zu sein, die die Theologie zu einer modernen Weltsicht beisteuern kann. Denn wo andere Fakultäten seit der Aufklärung die Welt real verändert haben, wird es in der Theologie schon als Innovation gefeiert, wenn ein alter Holzweg von Zeit zu Zeit mit viel verbalem Aufwand wieder frei geräumt oder eine neue Schule begründet wird.

Heinz-Werner Kubitza, selbst „gelernter Theologe“, macht sich auf in die Parallelwelten aktueller Dogmatiken und spürt den verschlungenen Denkwegen „moderner“ Universitätstheologen hinterher. Kubitza benennt das Elend der Theologie, die Scheinprobleme und Scheinlösungen einer an Bibel und theologische Tradition gefesselten und selbsternannten Wissenschaft, die sich zwangsläufig immer wieder in innere Widersprüche verstricken muss und der es unmöglich ist, sich aus den theologischen Fesselspielen aus eigener Kraft wieder zu befreien.

Im Anschluss Diskussion.

 

 

 

Hier herunterzuladen bzw. zu bestellen: http://www.glaeserne-waende.de/

 

Rund 25 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, knapp ein Drittel der Bevölkerung, gehören keiner Konfession an. Die große Mehrheit von ihnen ist nicht religiös. In den Großstädten – in den alten wie in den neuen Bundesländern – ist ihr Anteil regelmäßig erheblich höher. Doch wer nicht Mitglied in einer Kirche oder anderen traditionellen religiösen Glaubensgemeinschaft ist, hat oftmals die schlechteren Karten: auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, in der Politik, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung. […]

Um das Wissen über die vielfältigen und teils gravierenden Formen der Diskriminierung nichtgläubiger Menschen zu verbessern, ist der Bericht Gläserne Wände entstanden. Die kompakte Broschüre beschreibt auf knapp 100 Seiten, in welchen Bereichen Bürgerinnen und Bürger ohne religiöses Bekenntnis benachteiligt werden und verweist auf aktuelle Konfliktfelder. Zusätzlich erläutert der Bericht politische und rechtliche Hintergründe des Status quo und nennt Fallbeispiele. Ergänzt werden die Darstellungen durch Vorschläge, wie die Politik Benachteiligungen abbauen könnte.

 

gbs-Broschüre in deutscher und englischer Sprache erschienen

Deutsche Politiker (insbesondere der C-Parteien, aber auch der SPD und der Grünen) sprechen gerne von den sogenannten „christlichen Werten“, denen das heutige Europa angeblich so viel zu verdanken habe. Tatsächlich jedoch steht die populäre Rede vom „christlichen Abendland“ (aktuell wieder strapaziert in der Debatte um die „Ehe für alle“) im scharfen Kontrast zu den Fakten der europäischen Geschichte, wie eine unlängst in deutscher und englischer Sprache erschienene Broschüre der Giordano-Bruno-Stiftung aufzeigt.

 

Die 12-seitige, mit vielen Bildern illustrierte gbs-Broschüre „Die Legende vom christlichen Abendland“ / „The Legend of the Christian Western World“ nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen rasanten Parforceritt durch die Kulturgeschichte: Die Reise beginnt bei der griechischen und römischen Antike, die die Fundamente für die größten Errungenschaften unserer Zivilisation legt. Mit der Einführung der christlichen Staatskirche durch Theodosius im Jahr 380, der zweiten Station der Expedition, erfolgt eine gravierende Zäsur, die zu einem nahezu vollständigen politischen und kulturellen Zusammenbruch in West- und Mitteleuropa führt. An dem dramatischen gesellschaftlichen Niedergang (3. Station) ändert auch die Förderung der Klosterkultur unter Karl „dem Großen“ (4. Station) wenig, wohl aber der Einfluss der islamisch-arabischen Kultur (5. Station), die das antike Erbe über Jahrhunderte pflegt und weiterentwickelt.

 

Ab dem 13. Jahrhundert dringt das antik-arabische Wissen nach Mitteleuropa. Während der muslimische Kulturraum in der Folgezeit dogmatisch erstarrt, wird Europa zum Nutznießer der heidnischen Antike im arabischen Gewand und erblüht in der „Renaissance“. Das neue Denken befreit die Menschen allmählich aus der religiösen Umklammerung, was in der Aufklärungsbewegung des 18. Jahrhunderts (6. Station) deutlich zum Ausdruck kommt, vor allem aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – nach dem Niedergang der nationalistischen Wahnideen und zwei verheerenden Weltkriegen, in die die Deutschen noch unter dem Banner „Mit Gott und dem Kaiser!“ bzw. „Mit Gott und dem Führer!“ gezogen waren. […]

 

Für mehr Infos zur Broschüre bitte hier klicken.

 

Die neue gbs-Broschüre kann ab sofort von der gbs-Website heruntergeladen werden (deutsche Fassung / englische Fassung). Printausgaben der Broschüre zum Weiterverteilen oder zur Behandlung im schulischen Unterricht können per Webformular kostenfrei bei der Giordano-Bruno-Stiftung angefordert werden.

 

Stadtrat von Münster lehnt Antrag auf Bezuschussung des Katholikentags 2018 ab

(Pressemitteilung der Giordano-Bruno-Stiftung)

Erstmals in der Geschichte des Katholikentags verweigert eine Stadt die beantragte Millionen-Subvention: Der Münsteraner Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Antrag der Veranstalter auf Gewährung eines Barzuschusses in Höhe von 1,2 Mio. EUR abgelehnt. Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“, die von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) initiiert und vor Ort insbesondere vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) unterstützt wurde.

Die Aktiven vom „11. Gebot“ hatten im November vergangenen Jahres drei Tage lang in der Innenstadt Münsters auf die verfassungswidrige Praxis der öffentlichen Förderung von Kirchentagen hingewiesen. Die knapp drei Meter hohe Moses-Skulptur mit einer „Steintafel“, auf der das 11. Gebot „Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ verkündet wird, fand enormen Zuspruch unter den Münsteranern. An die Bürger wurden Postkarten mit dem „11. Gebot“ verteilt, um die damals noch schwankenden Fraktionen von SPD und Grünen an die Trennung von Staat und Kirche zu erinnern.

„Es ist unglaublich: Unsere Aktion trat vor noch nicht einmal 12 Monaten zum ersten Mal im Mai 2014 beim Katholikentag in Regensburg auf und nun haben wir eine Diskussion entfacht, die zu einem Politikwechsel führte!“, kommentierte David Farago, gbs-Regionalgruppensprecher und Initiator der Kunstaktion „11. Gebot“, die jüngste Entwicklung.

Daniela Wakonigg, Münsters Regionalbeauftragte des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) e.V., ergänzte: „Jetzt gilt es, die angeforderten Vorschläge der Stadtverwaltung zur Unterstützung des Katholikentags mit Sachleistungen genau zu analysieren – denn auch Sachleistungen können eine unzulässige Privilegierung im Vergleich zu nicht-konfessionellen Veranstaltungen bedeuten.“

Während die Grünen sich Sachleistungen und Rabattierungen durch die Stadt nur soweit vorstellen können, wie diese auch anderen Großveranstaltungen gewährt werden, will die SPD viele Dienstleistungen kostenfrei zur Verfügung stellen, darunter die Überlassung von Schulen und auch der Halle Münsterland. Dies allein entspräche bereits einer Förderung in Höhe von 400.000,- EUR. Andere Veranstalter müssen diese Finanzmittel selbst aufbringen.

Mit Spannung erwarten die Aktiven vom „11. Gebot“ auch die Entscheidung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Bei dieser haben die Katholikentagsveranstalter ebenfalls einen Barzuschuss beantragt. 1,6 Mio. EUR soll das hoch verschuldete Bundesland zahlen. Ursprünglich wollte das Kabinett darüber am Dienstag beraten. Aufgrund des Flugzeugabsturzes wurde die Sitzung jedoch vertagt.

Maximilian Steinhaus (gbs Jena), Sprecher der Aktionsgruppe „11. Gebot“ merkte an: „Gegenüber dem hoch verschuldeten Land lässt sich der Subventionsantrag noch viel weniger rechtfertigen als gegenüber der Stadt – und wenn nicht einmal die Stadt einen Barzuschuss gibt, sollte eine rot-grüne Landesregierung den gleichen Mut beweisen wie ihre Fraktionen vor Ort in Münster.“

 

Weitere Informationen zur Kunstaktion sowie zur Finanzierung der Kirchentage in Deutschland finden Sie auf der Aktionswebsite: www.11tes-gebot.de

 

Sie sind herzlich eingeladen!

Corinna Gekeler / Foto © Evelin Frerk

Corinna Gekeler
Foto © Evelin Frerk

Vortrag und anschließende Diskussion zu den Auswirkungen der Loyalitätspflichten für Bewerber und Beschäftigte bei Diakonie, Caritas und Co., dem rechtlichen Hintergrund und den politischen Entwicklungen

Über eine Million Menschen arbeiten in Deutschland in kirchlichen Einrichtungen. Sie alle müssen auf ihre Glaubens- und Gewissensfreiheit und andere Grundrechte verzichten. Betroffen sind keineswegs nur „verkündigungsnahe“ Berufe wie Pfarrer oder Diakon, sondern die Regelungen gelten auch für Ärztinnen, Krankenpfleger, Hebammen, Lehrerinnen, Hausmeister, Küchenhilfen …

Evangelische und katholische Arbeitgeber machen von ihren Sonderrechten im Arbeitsalltag Gebrauch, indem sie Bewerber ablehnen, Mitarbeiter unter Druck setzen, Aufstiegschancen verweigern und Kündigungen aussprechen. Dies prägt nicht nur den beruflichen Alltag der Betroffenen, sondern wirkt weit in ihr Privatleben hinein.

Vortrag: Corinna Gekeler, Diplom-Politologin, PR- und Kommunikationsberaterin, Redakteurin, Publizistin, Autorin von “Loyal dienen” (Alibri-Verlag, 2013)

Tag/Zeit: 5.11.2014, 19:30 Uhr (Eintritt frei!)

Ort: Cafété in der Kulturwerkstatt Paderborn, Bahnhofstr. 64

Infos zum Thema: GerDiA – Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz